Junior Doctor (JD) bei JDMT

Pro Jahr nimmt JDMT zwischen 15 und 25 neue Mitarbeiter aus dem 1. oder 2. Studienjahr der Medizin auf (ab 2015 erst nach vollendetem 2. Studienjahr).  Neben diversen spannenden Einsätzen als „JDs“ im Letzigrund, in der ZAS (Zentralen Ausnüchterungsstelle) und an vielen anderen Anlässen werden die Mitarbeiter auch intensiv in den verschiedensten Bereichen der Notfallmedizin ausgebildet.

JDMT Curriculum

Das JDMT Curriculum bereitet angehende Ärztinnen und Ärzte parallel zum Studium auf das Einsatzspektrum  von JDMT vor. Vorteile für das Medizinstudium selbst ergeben sich daraus, dass das JDMT Curriculum dem JD die Möglichkeit bietet, sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt klinisches Wissen, praktische Fertigkeiten und medizinisch-analytisches Denken anzueignen.

Besonderen Wert legen wir dabei auf:

  • Strukturiertes, analytisches Denken und Führen
  • Selbständiges, eigenverantwortliches Handeln
  • Teamwork mit ausgeprägter Teachingkultur
  • Offenen, sachlichen, konstruktiven und lösungsorientierten Umgang mit Kritik
  • Didaktisch hochwertige, stufengerechte Vermittlung von Lerninhalten
  • Exakte und präzise Argumentation und Dokumentation
  • Fundierte Grundkenntnisse der Taktischen Medizin
  • Profundes, evidenz-basiertes, medizinisches Wissen
  • Praxisorientiertes, medizin-rechtliches Basiswissen

Bei genauerer Betrachtung handelt es sich dabei grösstenteils um Grundfertigkeiten des ärztlichen Berufs, die unseres Erachtens im Medizinstudium leider stark vernachlässigt werden.

Im Folgenden wird die Tätigkeit und der Werdegang eines JDs näher beschrieben.

Ausbildungssystem

Drei verschiedene Ausbildungsstufen bezeichnen das Ausbildungsniveau und die Erfahrung der JDs:

  1. Basic: Das erste Jahr der JD-Karriere ist vor allem der Ausbildung gewidmet. Man lernt die theoretischen und praktischen Grundlagen der Notfallmedizin kennen und wendet diese in zahlreichen Übungen an. Weitere Ausbildungsinhalte sind Grundzüge der Pharmakologie (inklusive Infusionskurse) und der taktischen Einsatzplanung. Damit die Theorie nicht die Überhand gewinnt, können die Basics schon im ersten Jahr an Schnuppereinsätzen oder an grösseren Einsätzen im Team mit erfahrenen Intermediates teilnehmen.
  2. Intermediate: Das Ziel des Ausbildungsjahres ist, dass ein Basic ab Ende 2. Studienjahr Humanmedizin den Status Intermediate-JD erreicht. Ein Intermediate verfügt schon über ein grosses Wissen in der Notfallmedizin und ist an Einsätzen primär selbständig für die Versorgung seiner Patienten zuständig. Mit zusätzlicher praktischer Einsatzerfahrung wird ein Intermediate-JD auch vermehrt als Einsatzleiter bei kleinen bis mittelgrossen Anlässen eingesetzt und lernt, ein Team mit bis zu vier Personen zu führen. Nebst diesen Tätigkeiten werden Intermediate-JDs auch oft für Erste-Hilfe-Ausbildungen unserer Kunden eingesetzt oder arbeiten in der Zentralen Ausnüchterungsstelle (ZAS).
  3. Advanced: Erfahrene und langjährige JDs können während ihres Studiums auch den Status Advanced erreichen. Ein Advanced-JD hat die gleichen Aufgaben und Kompetenzen wie ein Intermediate-JD ausser, dass er oder sie nun auch grosse Einsätze wie die Fussballspiele im Stadion Letzigrund leiten kann und Aufgaben im firmeninternen Qualitätsmanagement übernimmt.

 

Philosophie

Die Philosophie von JDMT – auch JDealism genannt - basiert auf der Überzeugung und der Kompetenz aller Mitarbeiter und einem starken Zusammenhalt im Team. Einige grundlegende Werte werden dabei immer wieder besonders gepflegt:

  • Die Förderung jüngerer Kollegen (Teaching)
  • Eine hochwertige, offene Fehlerkultur
  • Ehrlichkeit
  • Gesellschaftliche Verantwortung
  • Vertreten einer “Evidence based Medicine”
  • Passion für die Medizin und Freude an der Arbeit

Einsätze

Ein JD erwartet eine äusserst vielfältige Tätigkeit in vielen verschiedenen Arbeitsbereichen:

Einerseits leistet ein JD notfallmedizinische Einsätze an Grossevents, wie z.B. an Fussballspielen im Letzigrund oder an Partys und Konzerten in diversen Festhallen. In diesen Fällen ist meistens ein grösseres Team vor Ort, was ideal ist für erste Erfahrungen neuer JDs.

Nicht selten werden JDs auch für sogenannte „Anzugsanlässe“ gebucht, wobei ein kleineres Dispositiv Geschäftsanlässe wie GVs oder Weihnachtsessen betreut. Dass an solchen Einsätzen ein komplett anderes Patientengut auf die Junior Docs wartet als an einer Street-Parade-Party widerspiegelt den Abwechslungsreichtum im JDMT-Einsatz.

Eine grosse Aufgabe erwartet den JD in der ZAS (Zentralen Ausnüchterungsstelle): In Zusammenarbeit mit der Polizei und Sicherheitspersonal werden in der ZAS rund um die Uhr Berauschte betreut, die sich selbst oder andere gefährden. Für diese Aufgabe brauchst du nicht nur medizinische Kenntnisse und ausgezeichnete Teamfähigkeit, sondern auch Fingerspitzengefühl im Umgang mit Randgruppen, sowie ein waches Auge für versteckte medizinische Probleme (auch um 5 Uhr morgens).

Neben medizinischen Einsätzen sind JDs auch aktiv tätig in der Ausbildung anderer: Für diverse Schweizer Firmen bildet JDMT Betriebssanitäterund/ oder Sicherheitspersonal in erster Hilfe aus. Dafür muss ein JD lernen, komplizierte Inhalte dem Zuhörer angepasst zu vermitteln – eine wertvolle Fähigkeit auch später im Patientenkontakt! Auch hier kann ein junger JD selber sehr viel lernen, sowohl inhaltlich, als auch didaktisch.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, bei JDMT im Office in Pfäffikon ZH tätig zu sein. Interessierte JDs können an diversen Projekten mitarbeiten, wobei versucht wird, JDs gemäss individuellen Talenten und Interessen einzusetzen.

Vorteile

  • Fachlich: Früher, betreuter Patientenkontakt, medizinische Ausbildungsmodule, Teaching
  • Didaktisch: Fachliche Inhalte stufengerecht vermitteln, Vortragen vor Publikum
  • Redaktionell: Mitarbeit an interessanten Projekten, zB für JMED oder anderen Themen
  • Persönlich: Selbstständiges, verantwortungsbewusstes Arbeiten, (Notfall-)Situationen meistern, Menschen führen, im Team funktionieren, konstruktiver Umgang mit Kritik, professionelles Dokumentieren

Interviews mit JDs

Nico Seeger (Advanced JD)

Linda Stutz (Intermediate JD)

Severin Simmler (Intermediate JD)

Sebastian Burgener (Basic JD)

Nicole Speck (Basic JD)