WSJ Planung

Im Wahlstudienjahr (WSJ) kannst du diverse Vollzeit-Praktika an verschiedenen Krankenhäusern selber nach Interesse wählen. Im Spital bist du dann als Unterassistent (UA) angestellt und arbeitest üblicherweise unter der Aufsicht von Assistenzärzten. Du bist selber für die Organisation dieser Praktika zuständig. Hier findest du die wichtigsten Informationen für die Planung deines WSJ:

Richtlinien

Basel

Bern

Zürich

Wo überall kann ich mein WSJ Praktikum machen?

  • Du kannst in jeder Schweizer Klinik ein WSJ Praktika machen.
  • Teilweise werden auch wissenschaftliche Institute akzeptiert. Ein Praktikum da sollte aber vorher von dem Studiendekanat genehmigt werden.
  • Es sind auch Praktika bei praktizierenden Ärzten möglich, sofern diese über einen entsprechenden Facharzttitel verfügen (üblicherweise FMH Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder FMH Chirurgie)
  • WSJ Praktika kann man auch im Ausland machen. Einige Unis geben aber zeitliche Limits an, wie viel des WSJ im Ausland gemacht werden darf. Näheres dazu bei den jeweiligen Unis.

Wie viel verdiene ich im WSJ?

Der durchschnittliche monatliche Lohn als UA beträgt ca. 600-1000 CHF/Monat. Dieser kann aber vom Spital selber bestimmt werden. In der Arztpraxis ist die Entlöhnung unüblich.

Wie sehen meine Arbeitszeiten aus während dem WSJ?

Die Richtlinie von 9h/Tag sollte vom Spital nicht überschritten werden, so dass dem Studenten genug Zeit zur Nachbearbeitung bleibt. Nacht- und Wochenenddienste sind möglich.

Wie finde ich eine WSJ Stelle?

Jede Uni verfügt über ein Stellenverzeichnis der Schweizer Kliniken. Suche darauf die Fächer, die dich interessieren und die Orte, an denen du das Praktikum machen möchtest. Als Entscheidungshilfe kannst du auch die UHU-Stellenbewertungen auf dieser Website unter JMEDJobs (zur Anleitung) konsultieren. Ausserdem vergibt JDMT das UHU Gütelabel an diejenigen Kliniken und Oberärzte, die sich für eine gute Unteassistenten-Stelle einsetzen.

Wie gehe ich konkret vor?

1. Auswahl der Praktika

Grundsätzlich gibt es 3 Ansätze zur Planung des Wahlstudienjahrs:

1) Vorbereitung aufs Staatsexamen

Du wählst für deine Unterassistenten-Stellen Fachgebiete aus, die dir hinsichtlich des anstehenden Staatsexamens am meisten helfen. Vielleicht hast Du besondere Wissenslücken bei dir identifiziert - möchtest dir die dermatologiespezifische Terminologie verinnerlichen oder benötigst mehr Übung im Erheben des umfangreichen Neurostatus’. Im Wahlstudienjahr kannst du deine Schwächen ausmerzen.

2) Erweiterung des medizinischen Horizonts

Zuviel Schreibkram in der Inneren Medizin, Ekel vor Rechtsmedizin oder Abneigung gegen Gynäkologie? Trotzdem aber das Bedürfnis, den medizinischen Horizont breit zu halten und einmal Gelerntes auch in diesen doch wichtigen Fachgebieten für die Zukunft zu festigen? Dann ist das vielleicht der richtige Ansatz.

3) Ausprobieren deiner Lieblings-Fachrichtungen

Hast du mehrere Favoriten und kannst dich nicht entscheiden, welche Fachrichtung du nach dem Staatsexamen in Angriff nehmen willst? Vielleicht hast du auch schon eine konkrete Idee, welche Fachrichtung du machen möchtest. Manchmal eignen sich ganz bestimmte Praktika, um dich an einem Spital für eine Assistenzarzt-Stelle zu qualifizieren und dich optimal auf diese vorzubereiten.

Als ungeschriebenes, aber keinesfalls unumstössliches Gesetz planen die Meisten je 2-3 Monate Innere Medizin und Chirurgie ein und gestalten sich das restliche Wahlstudienjahr individuell um „die grossen Fachgebiete“ herum.

2. Anruf an Kliniksekretariat der jeweiligen Klinik

  • Die Telefonnummern des Sekretariats der jeweiligen Klinik findest du jeweils im Internet oder im Klinikverzeichnis deiner Uni
  • Die begehrtesten Stellen können schon 2 Jahre im Voraus komplett ausgebucht sein. Also unbedingt frühzeitig anfragen!

3. Vereinbarung einer fixen Periode

  • Bedenke, dass an gewissen Spitälern keine einmonatigen Praktika möglich sind. Insbesondere in Hauptfächern an grossen Universitätsspitälern muss oftmals mit einem mehrmonatigen Aufenthalt gerechnet werden.
  • Plane dein WSJ geschickt: Es macht Sinn, zuerst „grosse Fächer“ zu machen wie z.B. Innere Medizin oder Chirurgie, so dass du die wichtigsten medizinischen Fähigkeiten schon beherrscht. In spezielleren Fächer wie z.B. Pädiatrie oder Neurologie sind sie froh um etwas erfahrene Unterassistenten.

4. Abklärung Unterkunft und Lohn

  • Fast alle Schweizer Spitäler bieten eine Unterkunft an für Studenten, die zu weit weg wohnen um zu pendeln. Das kann aber bedeuten, dass dein ganzer UA-Lohn gleich wieder weg ist. Erkundige dich im Voraus!
  • Plane Praktikas weit weg von zu Hause im Sommer! Wenn du nicht im Personalhaus wohnen möchtest, findest du am ehsten während den Semesterferien temporäre Unterkünfte in WGs.

Quellen