Hilfswerke

Im Nachfolgenden sind die wichtigsten Hilfsorganisationen, die Ärzte ins Ausland vermitteln vorgestellt. Es gibt auch einen Stellenmarkt für Einsätze in Entwicklungsländern von der deutschen Seite Entwicklungdienst

 

Médecins Sans Frontières - MSF

"Médecins Sans Frontières" ist die wohl bekannteste und grösste Organisation für medizinische Nothilfe. MSF arbeitet rund um den Globus in Krisen- und Kriegsgebieten und ist oft
mitten im Geschehen. Die Kosten (Reise, Kost und Logis, Versicherungen und
berufliche Vorsorge) werden von MSF übernommen und man hat einen Monatslohn von rund 1600 Franken im ersten Jahr. Je nach Ort und Art gehen die Einsätze unterschiedlich lang. Einsätze für Katastrophenhilfe sind mitunter nur einige Wochen. Wer sich bei MSF anmeldet sollte aber bereit sein, mindestens ein Jahr zu arbeiten. Man muss zwei Jahre Berufserfahrung haben und sollte Französisch und Englisch sprechen.

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Erfahrungsbericht

 

 

Schweizerisches Rotes Kreuz - SRK

Als Teil der Internationalen Rotkreuzbewegung ist das SRK sowohl auf nationaler Ebene, wie auch international tätig. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Katastrophenhilfe und Katastrophenschutz. Ein weiteres ist die Beschaffung und Verteilung von Hilfsgütern. Langzeitprojekte umfassen den Kampf gegen HIV, die Versorgung mit Trinkwasser, mobile Augenkliniken und der Aufbau von Blutspendediensten.

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Humedica

humedica ist eine deutsche Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Bayern, die seit Gründung 1979 auf Einsätze in mehr als 90 Ländern unserer Erde zurückblickt. Der Schwerpunkt des Engagements liegt auf Katastrophenhilfe, die durch ehrenamtliche Einsatzteams geleistet wird. Sie stellen eine basismedizinische Versorgung sicher. Weil die Einsätze nicht planbar sind und in aller Regel zwei Wochen andauern, ist Flexibilität wichtig.

Mehr als 500 Menschen aus unterschiedlichen medizinischen Berufen sind in der humedica-Datenbank registriert, ein einwöchiges Einsatztraining ist obligatorisch (eine Teilnahme ist auch ohne spätere Registrierung möglich).

Auch für Studenten ist humedica eine interessante Adresse: Die Organisation bietet ein Programm für qualifizierte Praktika in den Sachgebieten Fundraising, PR/Kommunikation und Internationale Projekte und Programme. Die bezahlten Praktikumsstellen (Aufwandsentschädigung und kostenfreie Unterkunft) stehen auch für Schweizer offen. Mehr dazu

Darüber hinaus bietet humedica Studierenden die Chance, universitäre Abschlussarbeiten direkt bei der Organisation zu realisieren.

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German Doctors e.V.

German Doctors e.V. hat 2012 insgesamt 360 Ärzte ins Ausland gebracht. Im Moment laufen 10 verschiedene Projekte in Bangladesch, Indien, Kenia, Sierra Leone, Nicaragua und auf den Philippinen. Die Einsätze sind nicht direkt in Kriegs- oder Krisengebieten. Man arbeitet in den Slums, ist unterwegs in Rolling-Clinics oder Armenkrankenhäusern. Meistens wird man für 6 Wochen eingesetzt. Vor Ort wird man von einem „Langzeitarzt“ betreut, der mehrere Monate dort bleibt. Die Einsätze sind unentgeltlich, der Arzt übernimmt die Hälfte der Flugkosten. Vor Ort ist Essen und Unterkunft organisiert und finanziert. 

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Blog der Einsatzärzte

 

 

 

Ärzte der Welt - Deutschland

„Ärzte der Welt“ ist die deutsche Sektion der humanitären Organisation Médecins du Monde/Doctors of the World. Das ‚Ärzte der Welt‘-Netzwerk leistet weltweit medizinische Hilfe für benachteiligte Menschen, die von Krisen oder Verfolgung betroffen sind: unabhängig von ethnischer, sozialer, religiöser und politischer Herkunft. Wir verstehen den Zugang zu Gesundheitsversorgung als universelles Menschenrecht. Neben den internationalen Projekten setzen sich die Sektionen des „Ärzte der Welt“- Netzwerkes auch in Europa für den Zugang zu medizinischer Versorgung als humanitäres Grundrecht ein, so beispielsweise in München.

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Médecins du monde – Suisse

Die schweizer Vertretung der Weltweiten Organisation. Es gelten die gleichen Bedingungen wie für Deutschland. 

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Cap Anamur – Deutsche Notärzte e.V.

Die aktuellen Einsatzgebiete sind Krisenherde in Afghanistan, Bangladesch, Kongo, Nordkorea, Sierra Leone, Sudan und Uganda. Man muss drei Jahre Berufserfahrung haben, ein Tropenkurs ist erwünscht. Ein Einsatz für Cap Anamur dauert mindestens 6 Monate. Während dem Einsatz werden alle Kosten übernommen und man bekommt einen Lohn von ca. 1400 Euro pro Monat.

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Solidarmed

Dieses schweizer Hilfswerk ist in Entwicklungsländern in Afrika tätig. Die Organisation hat Nachhaltigkeit und die Entwicklung eines funktionierenden Gesundheitssystems als oberste Priorität. Die Ausbildung der lokalen Bevölkerung ist dabei ein wichtiger Punkt. Infolge dessen verzichten sie auf kurzfristige Einsätze in Katastrophengebieten. 

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Brot für die Welt

Brot für die Welt ist eine evangelische Hilfsorganisation, die vor allem in der Entwicklungshilfe von Drittweltländern tätig ist. Die Projekte sind auf Dauer ausgelegt, ein Einsatz geht entsprechend 3 Jahre. Es werden nur Fachärzte angestellt. Man muss bereits sein die einheimische Sprache zu lernen und man sollte am kirchlichen Leben Anteil nehmen.

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Projects Abroad Pro – Mit Erfahrung helfen

Diese Organisation vermittelt für verschiedenste Projekte in der ganzen Welt. 2012 waren 31 Ärzte, davon 8 Assistenzärzte im Einsatz. Man kann sich online anmelden, mit Angaben von Ort, Zeitpunkt und Dauer des gewünschten Einsatzes (ab einem Monat) und wird dann nach Möglichkeit vermittelt. Man bezahlt einen Teilnahmebeitrag, die Arbeit ist unentgeltlich. Der Einsatz wird hochorganisiert durchgeführt, die Sicherheit ist sehr hoch. 

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